UX / UI · AI Tool · Eigenprojekt

Premise.
Brand foundations,
built in minutes.

Ein KI-gestütztes Brand-Foundation-Tool, das aus einem kurzen Briefing eine vollständige Markenbasis generiert — Farbe, Typografie, Moodboard und Argumentation in Sekunden.

Live März – April 2026 React 18 · TypeScript Claude API · FLUX.2 Railway

Überblick

Auf einen Blick.

Rolle
Senior Art Director
Creative AI Lead
Aufgaben
Konzept · UX Design
Frontend · Backend · Deployment
Typ
Eigenprojekt
Zeitraum
März – April 2026
Status
● Live (Beta)
Tech Stack
React 18TypeScriptExpressClaude APIfal.ai FLUX.2Railway

Problem

Das Problem.

Brand-Workshops kosten Tage. Das erste visuelle Artefakt kommt zu spät, kostet zu viel, und ist nicht iterierbar.

Freelancer und kleine Agenturen brauchen oft Tage, um Kunden eine erste visuelle Orientierung zu liefern. Die Briefing-Phase frisst Zeit — noch bevor ein einziger Pixel gesetzt wurde.

Was fehlt ist ein gemeinsames Artefakt, das alle Beteiligten auf denselben Stand bringt: Farbe, Typografie, Bildsprache und Argumentation — auf einem Blick, sofort, diskutierbar.

Kunden müssen abstrakte Entscheidungen treffen ohne visuellen Kontext. Designer verteidigen Entscheidungen im Meeting statt vorher. Revision-Loops kosten Zeit die niemand hat.


User Research · Persona

Für wen.

Persona Sarah K.
Sarah K.
Freelance Creative Director · Hamburg · 34

„Ich verliere im ersten Meeting immer Zeit damit, Kunden erst mal ein gemeinsames Vokabular beizubringen. Das kostet mich Stunden die ich lieber designen würde."

Pain Points
  • Briefing-Phase dauert Tage, nicht Stunden
  • Kunden verstehen abstrakte Markenentscheidungen nicht
  • Erst-Pitch ohne visuellen Kontext ineffizient
  • Revision-Loops kosten Zeit und Geld
  • Kein gemeinsames Referenz-Artefakt im Team
Ziele
  • Schneller in die Gestaltungsphase kommen
  • Kunden früh visuell abholen und überzeugen
  • Design-Entscheidungen vorab begründen
  • Konsistente Ausgangsbasis für das Team
  • AI sinnvoll in den Workflow integrieren
Persona Lukas M.
Lukas M.
Freelance UX/UI Designer · Berlin · 28

„Ich brauche beim Kunden-Pitch schnell etwas Vorzeigbares. Nicht perfekt — aber überzeugend genug um den Job zu kriegen."

Pain Points
  • Kein festes Team, kein Briefing-Ritual
  • Pitches oft kurzfristig, wenig Vorbereitungszeit
  • Kunden erwarten sofort visuelle Orientierung
  • Budget zu klein für lange Konzeptphasen
  • AI-Tools liefern Output aber keine Begründung
Ziele
  • In 30 Minuten pitch-ready sein
  • Outputs die er direkt dem Kunden zeigen kann
  • Design-Entscheidungen automatisch begründet bekommen
  • Workflow der mit einem Menschen funktioniert

Weitere Zielgruppen: Brand Consultants, kleine Designagenturen, Marketing-Teams die Pitches vorbereiten.


UX · User Flow

Der Weg durch das Produkt.

01
✍️
Brief schreiben
Projektname, Branche, Tonalität, Zielgruppe, Keywords
02
KI generiert
Claude + FLUX.2 parallel — Orbital-Loader als Feedback
03
🎨
Result: 4 Tabs
Colors · Type · Mood · Document — je eigenständig
04
🔄
Iteration
Outputs regenerieren, Brief anpassen, vergleichen
05
📤
Export
PDF, Figma Tokens, CSS Custom Properties
06
📁
Dashboard
Alle Projekte gespeichert, vergleichbar, wiederabrufbar

Process · Wireframes

Vom Sketch zum Interface.

Vor dem finalen UI entstanden strukturelle Skizzen für die drei Kern-Screens. Ziel war es, Informationshierarchie und Interaktions-Logik zu klären bevor visuelles Styling entschieden wurde — insbesondere die Tab-Struktur im Result-Bereich.

Project Name
Industry
Audience
Brand Description
01 — Brief Input Form
02 — Generating State
Color Name + Role
03 — Result · Colors Tab
04 — Result · Typography
05 — Dashboard · Your Briefs
06 — Generating · AI at Work
Die Wireframes entstanden als schnelle Skizzen in Figma — hauptsächlich um die Tab-Logik im Result-Bereich zu klären und sicherzustellen, dass jeder Output eigenständig reviewbar und exportierbar ist. Das Interface wurde laufend im Browser iteriert.

Design Process · Why I Decided This

Entscheidungen und ihre Gründe.

Jede Designentscheidung hat eine Alternative. Hier sind die Weggabelungen die mich am meisten beschäftigt haben — und warum ich so entschieden habe wie ich entschieden habe.

Entscheidung 01
Blueprint-Grid vs. Warmes Consumer-UI
Warmes, abgerundetes UI mit hellen Flächen und violetten Gradienten
Präzises Blueprint-Grid, fast schwarz, monochrome Ästhetik

Premise ist für Profis die damit Kunden überzeugen müssen. Warme Consumer-UIs signalisieren Spielzeug. Das Blueprint-Grid signalisiert: Hier passiert echte Design-Arbeit. Außerdem setzt sich Premise damit klar von 90% aller AI-Tools visuell ab.

Entscheidung 02
4 separate Tabs vs. eine lange Scroll-Seite
Alle Outputs auf einer scrollbaren Seite — kompakter, weniger Klicks
4 eigenständige Tabs: Colors · Type · Mood · Document

Der Output ist dicht: Palette, Typo-Paarung, 12 Moodboard-Bilder, ein 4-seitiges Dokument. Alles auf einer Seite überfordert. Entscheidend: Jeder Tab ist unabhängig regenerierbar und exportierbar — Palette akzeptieren, Moodboard nochmal, Dokument direkt teilen.

Entscheidung 03
Orbital-Loader vs. Skeleton-Screen
Standard-Spinner oder Skeleton-Screens während 25 Sekunden geladen wird
Animierter Orbital-Loader mit Prozess-Feedback in 3 Phasen

Claude API + FLUX.2 parallel brauchen 15–25 Sekunden. Ein leerer Screen fühlt sich wie ein Fehler an. Der Orbital-Loader kommuniziert aktiv: zwei Prozesse laufen parallel. Er setzt Erwartung — was danach kommt, war es wert zu warten.

Entscheidung 04
Rationale-Dokument als Output vs. reiner Visual-Dump
Nur die Outputs liefern (Farben, Typo, Bilder) ohne Begründung
Vollständiges Argument-Dokument: „Design decisions, already explained."

Das eigentliche Problem beim Kunden-Pitch ist nicht die Entscheidung — sondern die Erklärung. Claude begründet warum genau diese Farben für genau dieses Briefing passen. Das Dokument kann direkt an den Kunden geschickt werden. Das spart die Verteidigung im Meeting.


Screens & Interface

Das Produkt.

Premise Landing Page
01 — Landing Page · Hero
Brief Input
02 — Brief Input · Step 01
Colors Tab
03 — Result · Colors
Type Tab
04 — Result · Typography
Moodboard Tab
05 — Result · Moodboard
Document Tab
06 — Result · Document
Dashboard
07 — Dashboard · Your Briefs

Iterationen & Learnings

Was ich mitgenommen habe.

✓ Was gut funktioniert hat
  • Vollständiger Output in einem Briefing-Flow fühlt sich magisch an — das ist der Produkt-Moment
  • Blueprint-Grid Ästhetik setzt sich klar ab von generischen AI-Tool-UIs
  • Railway-Deployment funktioniert stabil und ist schnell iterierbar
  • Claude als Reasoning-Layer für Design-Entscheidungen war der richtige Ansatz
  • Semantic Color System macht Ergebnis direkt als Figma-Variables verwendbar
↻ Was ich heute anders machen würde
  • Moodboard-Qualität früher priorisieren — FLUX.2 braucht präzisere Prompt-Steuerung
  • /api/suggest Endpoint von Anfang an stabiler bauen statt nachzurüsten
  • Font-Varianz über kuratierten Pool steuern statt per History-Ref
  • Linux-Dateinamen Case-Sensitivity früher auf Railway testen
  • User-Testing mit echten Freelancern früher in den Prozess einbauen

Ein AI-Tool ist nur so gut wie die Qualität des Outputs — nicht der Inputs. Die echte Design-Arbeit steckt im Prompt Engineering, nicht im UI.


Links

Weitererkunden.

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